Lasik
Augen lasern mit der LASIK Methode
LASIK steht für "Laser In Situ Keratomileusis" und ist derzeit die bekannteste und beliebteste Methode für refraktive Chirurgie. Der Vorteil der LASIK ist, dass der Patient fast sofort eine schmerzfrei scharfe Sicht hat, da der chirurgische Eingriff lediglich unterhalb der sehr schmerzempfindlichen Region der Hornhautoberfläche durchgeführt wird und dabei das Epithel (oberste Hornhautschicht) nicht erst neu heranwachsen muss.
Während einer LASIK-Operation wird zunächst einmal die Dicke der Hornhaut mittels Ultraschall-Pachymeter bestimmt. Reicht die Dicke der Hornhaut aus, so wird mit einem Femtosekundenlaser oder einem Hornhauthobel eine dünne Lamellenschicht (auch Flap genannt) an einer Seite von der Hornhaut gelöst und inklusive des eben erwähnten schmerzempfindlichen Epithels zur Seite geklappt. An dem darunterliegenden Gewebe wird dann die eigentliche Korrektur durch einen Augenlaser vorgenommen, indem Hornhautzellen zuerst gespalten und anschließend abgetragen werden. Das Epithel verwächst, nachdem es wieder zurückgelegt wurde, im äußeren Bereich des Flaps innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Allgemein scheint das Verfahren sehr gute Ergebnisse zu liefern und wenig Komplikationen zu haben. Studien findet man jedoch nur wenige, und teilweise doch ältere. Ungefähr die Hälfte der Patienten waren so zum Beispiel bei einer Langzeitstudie in Marburg nach 6 Jahren innerhalb von ± 1 Dioptrien der angestrebten Korrektur. Nach einem Jahr stieg die durchschnittliche Dioptrie-Zahl von -0,25 auf -0,88 nach 6 Jahren an. Nach sieben Jahren klagten allerdings ganze 75% der Patienten über Halogene und/oder Ghosting. Bereits ein Drittel der Operierten waren, dieser Studie nach, mit dem korrigierten Visus unzufrieden. Um so verblüffender ist hierbei, dass nahezu 71% doch wieder tuen würden und sogar Freunden mit einer Sehschwäche weiterempfehlen würde. Es ist anzumerken, dass bei dieser Studie Laser erster Generationen im Einsatz waren und daher das Ergebnis hinsichtlich der auftretenden Operationsnehebenwirkungen heute wahrscheinlich eventuell anders ausfallen würde. Allerdings hat man für die allerneueste Laser-Generation prinzipbedingt ja nie Langzeitstudienergebnisse.
Jeder operativer Eingriff birgt ein gewisses Risiko: Bei etwa <1% der Gesamtheit aller LASIK Patienten kommt es zu Operationskomplikationen. Allgemein entsteht dieses Risiko bei den Eigenschaften des Flaps, da dieser nach der Operation durch adhäive Kräfte gehalten wird und erneut anwächst. Nun kann es, wenn das Epithel ein einer Stelle in den Spalt des anliegenden Flaps hineinwächst. Dieses Problem stellt jedoch eine gut behandelbare Komplikation dar und kann einfach wieder behoben werden, da der äußerst stabile Flap noch bereits nach sieben Jahren noch anhebbar ist und das eventuell falsch angewachsene Epithel wieder aus der Flapspalte hervorgeholt und damit noch ein guter Visus hergestellt werden könnte.